Status Quo im Gewerbeimmobilienmarkt

Wie wirkt sich Corona auf die Vermietung von Gewerbeflächen aus?

 

Der Gewerbeimmobilienmarkt befindet sich im Umbruch: Die andauernde Pandemie und die damit verbundenen Regelungen und Einschränkungen haben die Wirtschaft in den letzten Monaten stark belastet. Logischerweise spiegelt sich dies auch in der Nachfrage nach Gewerbeimmobilien wider. Während sich in vielen Bereichen weitere und längere Leerstände andeuten, gibt es  auch Teilbereich mit einer positiven Entwicklung.

Bereits vor der Corona-Pandemie zeichnet sich in den Segmenten der Büro-, Einzelhandels- und Ferien- und Hotelimmobilien eine Veränderung der Nachfrage ab. Ob Onlinehandel, HomeOffice oder Urlaub in Deutschland (um nur einige Faktoren zu nennen), viele dieser Veränderungen wurden nun spürbar und deutlich beschleunigt. Dementsprechend sind bereits jetzt schon Veränderungen bei dem Angebot und der Nachfrage zu spüren.

Am stärksten von den aktuellen Entwicklungen betroffen sind die Hotel- und Veranstaltungsimmobilien, da diese derzeit nicht bzw. nur teilweise betrieben werden dürfen, fehlen hier die Einnahmemöglichkeiten für Investoren und Mieter. Hier bleibt abzuwarten, ob die noch fehlenden Marktdaten, unseren Eindruck vom Marktgeschehen bestätigen.

Weitere massive Einbrüche sind bei Einzelhandelsflächen in 1A-Lagen und Einkaufzentren zu erwarten.  Der schon vor der Corona-Krise entstandene Leerstand konnte nicht abgebaut werden. Im Gegenteil es sind weitere Leerstände hinzugekommen. Die neuen leerstehenden Flächen  erhöhen das Angebot und verbessern die Verhandlungsposition der wenigen Interessenten, was wiederum die Miet- und Kaufpreise mittelfristig senken wird. Für Einzelhandelsflächen in 1B-Lagen verzeichneten wir im vergangenen Jahr vermehrt Anfragen von Dienstleistern, wobei wir auch insbesondere in Duisburg neuen Einzelhändlern diese Flächen vermitteln konnten.

Klaus-Peter Lindenmann
Dipl.Immobilienwirt (EIA)
Geschäftsführer

Zeitungsausschnitt zum Gewerbeimmobilienmarkt

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